Posts Tagged ‘zero waste’

Na ja, das Bett ist eigentlich nicht neu. Aber Frithjof hat im Kleinanzeigenmarkt Kopf- und Fußteile von 2 alten Betten entdeckt und hat diese zusammengefügt, an die Größe unseres Bettes angepasst und an einem der letzten Regentage aufgebaut.Die Seitenteile hat er aus ganz normalen Leimholzbrettern aus dem Baumarkt gesägt.Und jetzt noch mal ein Blick auf´s Fußteil ohne Moskitonetz, damit man auch die Ornamente erkennt 😉Eigentlich wollte ich euch das ja erst gar nicht zeigen, was geht es euch denn an, wo wir schlafen!!! Aber ich finde das Bett so hübsch, ich muss es einfach in die Welt hinaus schreien 🙂

Ich habe in den letzten beiden Tagen übrigens auch wieder was kleines gehäkelt:Der kleine Kerl ist nach der Anleitung für „Monty Monster“ aus „Fabelhafte Wollowbies“ von Jana Ganseforth entstanden. Benutzt habe ich Reste von Sockenwolle. Auch die Füllung besteht aus Restfäden, die ich ja seit einiger Zeit sammel anstatt sie wegzuwerfen. Wer braucht schon Füllwatte?! 😉

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Auf einigen Blogs wird diese Frage mit einem klaren Nein beantwortet. Ich möchte mich da nicht so festlegen, es kommt nämlich auf die Ausgangssituation an. Wie, was und wo hat man vorher eingekauft, bevor man versuchte Müll, insbesondere Plastik zu vermeiden. Wenn man eh schon überwiegend im Bioladen einkauft, ist Zero Waste sicher auch nicht teurer, aber wenn man seinen Lebensmitteleinkauf im Discounter erledigt, dann muss man schon umdenken und rechnen.

Betrachten wir mal einen kleinen Beispieleinkauf. Wir kaufen:

1 Packung Toast (bzw. 1 Weißbrot beim Bäcker)

1 Bauernbrot

1 Liter Milch

500 g Fruchtjoghurt

450 g jungen Gouda am Stück

Im Discounter bezahlen wir dafür insgesamt 4,70 Euro, haben aber natürlich jede Menge Plastik mitgekauft, weil es im Discounter bei den zu kaufenden Dingen keine Alternative gibt.

Im Supermarkt und der Bäckerei bezahlen wir 9,34 Euro, also fast das doppelte. Hier sind Toast (bzw. Weißbrot) und Brot in Papiertüten und die Milch, sowie der Joghurt in Pfandflasche/-glas verpackt. An der Käsetheke weigert man sich den Käse in die mitgebrachte Dose zu packen. Nur ausnahmsweise wird auf die zusätzliche Plastiktüte um den in Folie gewickelten Käse verzichtet. Schon deutlich weniger Plastik, dafür aber auch etwas teurer.

Im Bioladen zahlen wir für alles zusammen 17,72 Euro. Ein erheblicher Unterschied, fast 4x soviel wie im Discounter, dafür kein Plastik und natürlich bio.

Noch größer ist der Unterschied z.B. bei Zahnbürsten. Der 2er Pack Zahnbürsten im Discounter kostet gerade mal 0,65 Euro, also ca. 0,33 Euro/Stück. Die günstigste Holzzahnbürste, die ich Internet bestellen muss, weil es sie vor Ort nicht gibt, kostet im 12er Pack 34,99 Euro, also ca. 2,92 Euro/Stück.

Man spart zwar an anderer Stelle auch einiges ein, wenn man Dinge wie Waschmittel oder Zahnpasta selber macht, aber ob man so pauschal sagen kann, dass Zero Waste nicht teurer ist, bezweifel ich.

Nun gibt es aber auch Familien, die aufgrund ihrer finanziellen Situation bei jedem Einkauf genau rechnen müssen. Nicht jeder hat die Wahl zu sagen: Ich kaufe im Bioladen, weil es mir das wert ist. Weil das Geld ganz einfach nicht vorhanden ist, oder dann an anderer Stelle fehlt, z.B. an der Miete, Wasser, Strom, Heizung oder Schulsachen für die Kinder etc. Nicht jeder der überwiegend im Discounter kauft, tut dies aus Überzeugung oder weil es ihm egal ist, sondern für viele ist es eine finanzielle Notwendigkeit.

Ich finde, das sollte man auch mal bedenken, wenn man über das Thema Zero Waste spricht. Natürlich ist es auch mit schmalem Geldbeutel möglich ganz viel Plastik einzusparen, keine Frage, aber wenn man konsequent auf Plastik als Verpackung verzichten möchte, muss man entweder auf einiges ganz verzichten, oder doch mehr Geld ausgeben. Eine andere Wahl sehe ich zur Zeit leider nicht.

Die genannten Preise können natürlich von Geschäft zu Geschäft variieren und sind nur als Beispiel zu sehen.

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mein Restmüll im März

unser Restmüll im März + 1 Paar kaputte Arbeitshandschuhe

Wenn man seinen Müll nach den von Bea Johnson publik gemachten Zero Waste Regeln (refuse, reduce, reuse, recycle, rot = vermeiden, reduzieren, wiederverwenden, recyceln, kompostieren) betrachtet, bleibt nur noch der Restmüll übrig. Nachdem ich im Februar mal 2 Wochen meinen gesamten Müll gesammelt habe, habe ich im Nachhinein festgestellt, dass dort gar kein Restmüll dabei war. Es waren alles Dinge, die in die Papiertonne, den Altglascontainer oder den gelben Sack gehörten, also recycelt werden können. Unseren Kompost habe ich erst gar nicht mit einbezogen, da ich diesen selber nicht als Müll ansehe, sondern als wichtigen Nährstoff-Lieferant für unseren Garten. Neugierig geworden habe ich im März nur gesammelt, was bei uns in der Restmülltonne landet. Von mir waren das 1 Pflaster (das erste seit Jahren, ich hatte mir ganz fies den Daumennagel eingerissen, ihr wollt das nicht genauer wissen!) und ein Häufchen Fäden, die beim stricken und häkeln angefallen waren. Frithjof hat noch ein Paar alte sehr kaputte Arbeitshandschuhe weggeworfen, die schon in der Tonne gelandet sind und deshalb nicht mit auf’s Foto konnten. Das war unser Restmüll im März. Da bin ich eigentlich sehr zufrieden mit. Es kommt dem Ideal Zero Waste schon sehr nahe.

Nicht mitgezählt habe ich allerdings die Käserinden, die Speckschwarte, die Geflügelknochen und verdorbenen Essensreste, die angefallen sind, denn die sind organisch und dürften theoretisch in die Biotonne um kompostiert zu werden. Eine Biotonne haben wir hier aber nicht und auf den Kompost im Garten dürfen diese Sachen nicht, da sie Ratten anlocken würden, also landen sie auch, obwohl sie kein Restmüll sind, in der Restmülltonne. Tja, darum eben nur theoretisch ein bißchen Zero Waste. 😦

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MüllIch habe in den letzten 2 Wochen mal meinen persönlichen Müll gesammelt, um zu sehen, wo eventuell noch Einsparpotential vorhanden ist und wieviel Müll ich nun eigentlich wirklich produziere. Das war gar nicht so leicht, denn natürlich ißt nicht jeder von uns getrennt, also was ist nun mein Müll und was der Müll der restlichen Familie, die nicht so sehr darauf achten will, Plastik zu vermeiden? Aber nun ja, das ist dabei raus gekommen. An diesem Müll war ich zumindest zu einem großen Teil beteiligt oder habe ihn alleine verursacht. Das meiste ist natürlich Plastik und Papier, ein bißchen Alufolie, Dosen und nur zwei Gläser. Was wir sonst an Gläsern kaufen, hat entweder Pfand drauf oder wird von uns selber wieder verwendet, als Marmeladen-, Gurken- oder Soßenglas/-flasche, oder auch für selbstgemachtes Waschmittel.

Und wo könnte ich nun noch Müll einsparen? Der Plastikmüll kommt z.B. von Toast, Aufbackbrötchen und Müsli. In der Woche esse ich gerne Toast oder Müsli zum Frühstück. Beides gibt es hier nicht (nur) in Papier verpackt und einen Unverpackt-Laden haben wir leider auch nicht in der Nähe. Selbst das ziemlich teure Müsli aus dem Bioladen, welches von außen so aussieht, als befände es sich in einer Papiertüte, offenbart beim Öffnen eine innere Plastikbeschichtung. Die Aufbackbrötchen gibt es am Wochenende. Eine Alternative wären frische Brötchen vom Bäcker. Die nächste Bäckerei ist allerdings ca. 12 km entfernt, hm, 24 km insgesamt fahren für Brötchen am Wochenende? Nee, eigentlich nicht! Dann wären da noch Tüten von Nudeln oder Reis, Weingummi oder Lakritz. Da bliebe aufgrund mangelnder Alternativen vor Ort auch nur der Verzicht. Die Alternative zu Dosengemüse ist das natürlich auch viel gesündere frische Gemüse, aber manchmal ist eine Dose aus dem Vorrat eben einfacher, weil sie sich auch länger lagern läßt, vor allem wenn man, ebenfalls aus ökologischen Gesichtspunkten, keine Tiefkühltruhe hat. Frisches gibt es aber auch bei uns deutlich öfter, aus der wöchentlich gelieferten Biokiste, so dass Dosen die Ausnahme sind. Mehl- und Zuckertüten lassen sich definitiv nicht vermeiden, genauso wie Kartons vom Katzenfutter, oder der Müslikarton (in dem die Plastiktüte steckt).

Welche Erkenntnis habe ich nun also aus diesem Experiment gewonnen?

Ich finde, mein Müll hält sich noch in Grenzen, weniger ginge nur mit Verzicht auf manche Sachen, aber das würde für mich auch einen großen Einschnitt in die Lebensqualität bedeuten. Dazu bin ich, ehrlich gesagt, zumindest im Moment noch nicht bereit, denn manches davon ist auch sozusagen einfach Seelenfutter, so wie z.B. die Brötchen am Wochenende.

Mein Fazit ist: ich tue schon so viel, wie mir persönlich möglich ist, um Plastik- und anderen Müll einzusparen, werde das auch weiterhin tun, aber „zero waste“ ist für mich zur Zeit nicht ohne Einschränkungen machbar. Hat nicht jemand Lust hier in der Nähe einen Unverpackt-Laden zu eröffnen? Dann käme ich noch einen großen Schritt weiter. 🙂 Aber so schlecht bin ich in meiner Müllbilanz ja gar nicht. Ich bin relativ zufrieden. Zumindest haben wir unsere gelben Säcke schon fast auf die Hälfte reduziert und wenn wir jetzt auch noch die Kinder zu Seife, Schampoobars, Holzzahnbürsten und selbstgemachter Zahnpasta überreden könnten……. 😉

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