Posts Tagged ‘Schule’

Heute ist der erste Ferientag in Niedersachsen. Juhuu! Die letzten Wochen zogen sich wie Kaugummi. Aber nun haben wir endlich frei und müssen 6 Wochen nicht zur Schule!

Malin hat übrigens nun ihr erstes Waldorfzeugnis bekommen und ist immer noch absolut glücklich an ihrer neuen Schule. Sie geht mit viel Freude jeden Tag hin, ist mit Begeisterung bei den verschiedenen Projekten dabei (z.B. Gartenhaus bauen) und träumt schon davon in ein paar Jahren in dem tollen Oberstufenchor zu singen. 🙂 Wir sind immer noch so froh, dass wir unserem Herzen gefolgt sind und ihr diesen Weg ermöglichen können.

Und für mich startet nun auch in 2 Tagen meine Kreuzfahrt. Erinnert ihr euch? Ich habe schon davon erzählt. Die Nervosität steigt allmählich erheblich. Ich bin es einfach nicht mehr gewohnt zu verreisen und dann sowas! Ich mit ca. 4000 anderen Menschen auf einem Schiff, eher ein schwimmendes Luxushotel. Eigentlich gar nicht meine Welt und doch freue ich mich wie Bolle! Der Koffer ist gepackt und von mir aus könnte es auch heute schon los gehen 😉

Natürlich nehme ich meine Kamera mit und werde nach der Reise ausführlich berichten, wie es war. Zwischendurch poste ich bestimmt auch das ein oder andere Foto bei Instagram, könnt ihr ja mal gucken.

Also bis dann, bleibt gesund….. 🙂

Ach ja, eigentlich sollte man ja gar keine Kreuzfahrt machen. Aber meine Gier ist immer noch geringfügig größer als mein schlechtes Gewissen. Und ich schäme mich nur ein bißchen…..

 

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Sch… Schule!

Heute gab es Zeugnisse. Für unsere Tochter das erste Zeugnis mit Noten, in den ersten beiden Klassen gibt es ja „nur“ Beurteilungen. Es ist ein gutes Zeugnis, aber sie musste auch viel dafür tun. Unzählige Tränen sind geflossen bei diversen Hausaufgaben und Übungsstunden, gerade in Mathe. Ist es das wert? Sie fragte mich heute, ob ich stolz auf sie wäre. Natürlich bin ich stolz auf sie, aber doch nicht wegen der Noten, die über sie selbst doch eigentlich gar nichts aussagen, sondern darauf, dass sie es bisher geschafft hat, sich trotz des enormen Drucks, der auf ihr lastet, ihr freundliches Wesen beizubehalten. Das fällt ihr allerdings immer schwerer. Sie fängt an, sich anzupassen, weil sie so gerne dazu gehören will und darum haben wir begonnen, uns nun ernsthaft Gedanken über eine Alternative zur Regelschule zu machen. Denn es tut weh, zusehen zu müssen, wie unser Kind in eine Form gepresst wird, in die sie überhaupt nicht rein passt. Weil wir nicht erleben wollen, dass sie doch noch daran zerbricht, haben wir beschlossen, sie aus diesem Schulsystem zu befreien. Wir wollen es erst vielleicht mal mit der freien Waldorfschule (also einem anderen System) probieren. Ob das so die Lösung ist, wissen wir noch nicht, aber für unsere Tochter war es ein Zeichen der Erleuchtung, als wir mit ihr darüber gesprochen haben. Hey, ich bin meinen Eltern so wichtig, dass sie gemerkt haben, dass es mir hier nicht gut geht und sie versuchen mir zu helfen. Bei dem Gespräch sind auf beiden Seiten so einige Tränen geflossen und man konnte den Felsen förmlich hören und spüren, der ihr vom Herzen gepoltert ist. Für sie war es so selbstverständlich, dass sie da ganz einfach durch muss und es keine andere Möglichkeit gibt, dass sie sich einfach in ihr Schicksal gefügt hatte. Jetzt ist sie wahnsinnig erleichtert, dass sie gleich wieder ein Stück gewachsen ist.

Ihre Klassenlehrerin, eigentlich eine sehr nette und kompetente Frau, meinte heute zu den Kindern, wer ein gutes Zeugnis mit nach Hause bringt, könnte dafür bestimmt ein Buch bekommen (gleichzeitig gab es den neuen Gänsefüßchen-Katalog). Sie hat das sicher einfach nur so gesagt, ohne darüber nachzudenken, dass sie damit ziemlich genau unser System beschrieben hat und wie es funktioniert. Wer messbare Leistung bringt, kann mit Belohnung / materiellem Gewinn rechnen. Doch die Leistungen, die nicht offiziell bewertet werden, fallen dabei unter den Tisch. Die AGs, die die Kinder im Nachmittagsangebot belegt haben und die ja noch am ehesten die wahren Interessen und Stärken der Kinder widerspiegeln, werden noch nicht mal erwähnt, obwohl es sogar ein Feld dafür im Zeugnisformular gibt.

Ob die Waldorfschule nun besser ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es erst mal einen Versuch wert, denke ich, da sie vom Konzept auch eher den Interessen und Veranlagungen unserer Tochter entspricht.

Wobei ich persönlich ja am liebsten ganz auf Schule verzichten würde. Das geht in Deutschland nur leider nicht, ohne in die Ilegalität zu gehen und den Kampf mit den Behörden scheuen wir ganz einfach zu sehr. Auswandern ist auch keine Option für uns, also müssen wir erst mal die hier vorhanden Möglichkeiten probieren. Doch dass Freilerner die glücklichsten und heilsten Menschen sind, davon bin ich inzwischen sehr überzeugt. Ich bin mehr oder weniger durch Zufall (oder Fügung) im Internet auf eine Freilerner Familie gestoßen, die mich sehr beeindruckt hat, weshalb ich mich in den letzten Wochen ziemlich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe.

Es gibt zahlreiche Beispiele, dass Freilernen funktioniert (z.B. hier beschrieben). Auch bereits erwachsene Menschen, die ihren Weg machen, die nicht unter einer Brücke schlafen, die zum großen Teil wahrscheinlich sogar mehr gelernt haben, als so manches Schulkind und das ganz freiwillig und aus reinem natürlichem Interesse (z.B. André Stern). Deutschland ist auch so ziemlich das einzige Land, in dem man quasi zum Verbrecher gestempelt wird, wenn man seine Kinder zu Hause lernen lassen möchte.

Und obwohl man ja offiziell auch gar nicht die Wahl hat, bekommt man dennoch regelrecht ein schlechtes Gewissen, dass man seinen Kindern zumutet sich durch die Schule zu quälen. Bei manchen ist diese Qual nicht so deutlich spürbar, wie bei anderen. Unsere beiden großen Jungs rutschen da ja auch so durch, ohne große Probleme. Aber für andere, wie für unsere Tochter z.B., funktioniert es so jedenfalls nicht.

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