Archive for the ‘Familie’ Category

Die Jugendlichen, die sich zu dem Verein „Demokratische Stimme der Jugend e.V.“ zusammengeschlossen haben, haben mich gebeten auf meinem Blog einen Artikel über sie und ihre Ideen zu veröffentlichen, da sie den Beiträgen zu dem Schulwechsel unserer Tochter entnehmen konnten, dass uns das Thema als Familie sehr berührt. Weil ich mich sehr darüber freue, dass das freie Denken bei den Jugendlichen unserer heutigen Gesellschaft (noch) nicht ausgestorben ist und dass es unter ihnen welche gibt, die dafür sorgen wollen, dass das auch so bleibt, bin ich gerne bereit zur Verbreitung ihres Vorhabens beizutragen:

Visionen für eine gerechtere Welt

Von Simon Marian Hoffmann, Oktober 2017

Die »Demokratische Stimme der Jugend« lädt zum »Bildungsgang« nach Stuttgart ein.

»Es lebe die Demokratie« – diesen Satz wird nahezu jeder unterschreiben können. Doch was bedeutet »Demokratie«? Man kann darüber streiten, in wie vielen Staaten der Welt wirkliche Demokratie herrscht oder ob sie überall sinngemäß eingesetzt wird. Doch es gibt einen Punkt, der momentan dringender erscheint und der bei der »Herrschaft des Volkes« immer wieder vergessen wurde.

Wirft man zum Beispiel einen Blick auf die Bundesrepublik, so stellt man fest: Jede Minderheit, jede Weltanschauung, jede Sexualität, jedes Alter oder Geschlecht wird vertreten oder kann zumindest über Lobbyverbände auf die Politik Einfluss nehmen. Nur an einen Teil der Bevölkerung, an etwa zehn Prozent, wurde nicht gedacht, ihr fehlt jeglicher auf Eigeninitiative beruhender politischer Einfluss: die Jugend. Manche werden denken: Wozu braucht die Jugend denn politischen Einfluss? Ist sie denn nicht schon durch die Jugendsektionen der Parteien genug vertreten? Sie hat doch andere Themen wie Schule, Medien, Hobbys und muss erst mal die Welt kennenlernen? Wie kann man von ihr erwarten, diese mitzugestalten? Genau diese Sichtweise hindert die Jugend, ihre Rechte wahrzunehmen. In der Schule, den Medien und den Hobbys wird dieses Bild propagiert oder zumindest unhinterfragt übernommen.

Doch in jedem Menschen steckt von Anfang an der Wille, sich zu zeigen, zu beteiligen und seinen Teil zum Gelingen unserer Gesellschaft beizutragen. Worum es hier geht, kann von keiner Jugendsektion, die schon die zukünftigen Politiker auf Parteinorm trimmt, und von keinem Verein, der von Erwachsenen geführt wird, mit Leben erfüllt werden. Es geht um die Selbstständigkeit und Freiheit der Jugend, in Bildung und Politik aus eigener Initiative handeln zu können. Denn sie sind es, die den »Laden« übernehmen werden und alle Erblasten der Vorgeneration tragen müssen.

Gefangene Jugend – immenses Potenzial

Wer wird es als gerecht ansehen, der kommenden Generation jegliches Recht auf ein Veto oder eine Mitkontrolle heutiger Entscheidungen zu versagen? Eine verantwortliche Politik sieht in der Jugend das Potenzial, vieles besser zu machen, weil von ihr, und nur von ihr, die zukunftsweisenden Impulse in unsere Welt kommen, die sie so dringend benötigt.

Ein Großteil der heutigen Jugendlichen ist weit von einem solchen Impuls entfernt. Doch das mag daran liegen, dass man sie dazu erzogen hat und sie sich nicht in Freiheit entfalten konnten. Wie soll man Zukunftsweisendes von einem jungen Menschen erwarten, wenn in seiner Welt das Wichtigste die fremdbestimmten Prüfungen in der Schule sind und nicht die Realisierbarkeit von Frieden, einer gesunden Natur und einer glücklichen Menschheit anstelle des allgegenwärtigen Hungers, eines kranken Geldsystems, ungerechter Ressourcenverteilung oder der Unterhöhlung unserer Demokratie durch Großkonzerne? Wie soll man der Jugend ihre Lethargie verübeln, wenn es kaum Vorbilder gibt, die den Funken des Mutes in ihren Herzen entzünden, sodass sie von allein dem Drang folgen könnten, wirklich in die Welt zu schauen. Die Jugend ist in ihrer eingeschränkten Welt gefangen, und damit ihr immenses Potenzial, die Welt grundlegend verändern zu können.

Ein Forum zur Mitgestaltung

Wir brauchen eine unabhängige, demokratisch gewählte Institution aus Jugendlichen, damit die Jugendlichen beobachtend, beratend und belebend auf die Gesellschaft einwirken und ihre Impulse frei äußern können. Eine Institution, die sich um die Rechte, Belange, Nöte und die Zukunft der Jugend kümmert, die Demokratie weiterentwickelt und mit ihren Projekten und Veranstaltungen auf für die Jugend wichtige Themen hinweist. Wir brauchen eine konfessionell und parteipolitisch unabhängige, stets junge Gemeinschaft, die über die Zukunft wacht und in einem nachhaltigen Sinne mitgestaltet. Erste Anfänge sind gemacht. Einige Jugendliche haben den Verein »Demokratische Stimme der Jugend« gegründet, in den sich kein Erwachsener einmischen wird. Er steht allen Jugendlichen bis zum 28. Lebensjahr offen. Unser erstes Thema ist die Bildung. Wir wollen eine Bildung, durch die die Jugend endlich ihrer »Bestimmung« folgen oder überhaupt erst entdecken kann.

Selbstbestimmtes Lernen ohne Prüfungsdruck

Um was geht es in der Schule? Eigentlich um die Schüler, oder? Wagt man heute einen Blick in die Klassenzimmer, findet man viele motivationslose Schüler und genervte Lehrer. Mit Druck und straffen Zeitplänen soll – je höher die Klassen, desto deutlicher – den jungen Menschen möglichst viel Stoff vermitteln werden, damit sie … Ja, damit sie was? Damit sie eine Prüfung ablegen, die dokumentieren soll, dass sie etwas können? Doch was können diese Schüler wirklich? Auswendig lernen und vorgekautes Wissen wiedergeben? Sie sind gut darin, sich zu verstellen und es anderen recht zu machen. Sie sind gut darin, vor einem Problem zu stehen und dann eine Lösung zu finden, die von den Lehrern erwartet wird. Sie funktionieren und identifizieren sich nicht mit dem, was sie tun, da es fremdbestimmt ist. Kann so ein nachhaltiger Lernprozess aussehen?

An unseren Schulen sind die Schüler per se die Passiven, mit ihnen passiert etwas, ihnen soll etwas beigebracht werden. Lernen ist aber aktiv. Man stelle sich eine Schule vor, in dem die Schüler selbst entdecken können, was ihre Fragen sind. Macht es nicht einen Unterschied, ob man eine Antwort auf eine Frage bekommt, die man selbst hatte oder ob sie einfach ohne Nachfrage kommt? In welcher Situation können wir uns eine Antwort besser merken? Die heutige Schule gibt aber »unsere« Fragen vor und gleich die Antworten mit dazu. Sie nimmt sich keine Zeit, dass die Schüler ihre Fragen selbst finden und Antworten suchen. Deswegen interessiert es die Schüler nicht und sie werden sich die Antworten nur durch den Intellekt merken können. Aber begreifen, ergründen und verstehen werden sie sie kaum.

Kinder kommen von sich aus auf die Erwachsenen zu und fragen, wenn sie etwas nicht verstehen. Bei den Eltern oder im Kindergarten funktioniert das noch, aber warum nicht mehr in der Schule? Weil die Schule ein Ziel hat und das sind die Abschlüsse mit den Prüfungen. Sie unterbinden ein freies Lernen, das auf Eigeninitiative beruht.

Lernen ist ein natürlicher Prozess, der, wie wir alle sind, bei jedem anders und zu einem anderen Zeitpunkt geschieht. Warum überlässt man in der Oberstufe die Schule nicht den Schülern und organisiert nur das Notwendigste darum herum? Warum schafft man keine Lernfelder, in denen sie voneinander lernen, in denen sie gemeinsam Projekte entwerfen, in die sich jeder einbringen kann – und dabei auch noch etwas lernt? Warum fragt man die Schüler nicht, was sie wollen? Warum beschäftigt man Jugendliche in der Zeit, in der sie eigentlich herausfinden sollten, was sie antreibt und glücklich macht, was sie der Welt geben möchten, mit Prüfungen und mit fremdgesteuertem Wissen? Hier spielen vor allem die Eltern eine problematische Rolle. Sie wollen nur das Beste für ihre Kinder. Doch mit unserem Schulsystem schaffen wir abgegrenzte Gesellschaftsschichten und Bildungsprivilegien, die durch die Prüfungen immer wieder neu hervorgebracht werden. Dadurch, dass man seine »Zulassung« am Ende der Schulzeit und nicht am Anfang des Studiums oder der Ausbildung erhält, geraten jährlich Millionen von Kindern unter Prüfungsdruck. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder die besten Chancen haben und spielen mit. Würde man die Hochschulen, Universitäten und Ausbildungsstätten über die Zulassungen entscheiden lassen, könnte man den Prüfungsdruck aus den Schulen nehmen. Es würde keine schulische Elite entstehen, die als einzige alle Möglichkeiten hat, alle »Chancen« wahrzunehmen.

Der Sinn der Schule wäre: Jeden Einzelnen in seinen individuellen Zielen zu fördern und ihm, das für ihn Wichtigste mit auf den Weg zu geben. Man würde Zeit bekommen, um herauszufinden, was man selbst gut und gerne macht. Die Lehrer wären dann dafür da, den Schülern beim Erreichen ihrer eigenen Ziele zu unterstützen. Deshalb fordern wir jeden auf, seine Bildung selbst in die Hand zu nehmen.

Aufruf zum Bildungsgang – 11.11.2017

Unser »Bildungsgang« soll beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Stuttgart vorbeiführen, wo er dann auf dem Schlossplatz in einer Kundgebung mündet. Dort sollen bereits existierende Alternativen und Projekte vorgestellt werden sowie namhafte Persönlichkeiten und Jugendliche ihre Ideen von einer anderen Bildungsweise verkünden. Anschließend zieht der Zug zu einer Abendveranstaltung, auf der eine von Jugendlichen ausgearbeitete Vision aufzeigt, was Schüler wollen und was eine moderne Schule mit ansprechender Oberstufe des 21. Jahrhunderts bieten sollte. Jeder ist eingeladen, das Buch, welches ihn am meisten lehrte, mitzubringen und darüber in Austausch zu kommen sowie auf einer Schriftrolle festzuhalten, was seiner Meinung nach, im Bildungssystem geändert werden müsste. Diese Schriftrollen wollen wir sammeln und den Wünschen durch eine Petition politischen Ausdruck verleihen.

Der »Bildungsgang« wird von Jugendlichen umgesetzt und wir suchen nach Unterstützern, die mit ihrem Namen hinter der Aktion stehen, uns finanziell unterstützen oder ihre Kanäle für die Verbreitung unseres Anliegens öffnen. Unser Ziel ist eine Debatte über dieses wichtige Thema in Gang zu setzen.

Zum Autor: Simon Marian Hoffmann ist ehemaliger Waldorfschüler und im Vorstand »Demokratische Stimme der Jugend e.V.« tätig.“

www.demokratische-stimme-der-jugend.de

Dieser Artikel wurde auch veröffentlicht in der „Erziehungskunst

Für uns ist es übrigens immer noch die beste Entscheidung gewesen, unsere Tochter auf die Waldorfschule zu schicken. Sie geht völlig in diesem Konzept auf und hat ein ganz neues Selbstbewußtsein entwickelt, was sie auch nach außen hin ausstrahlt. Wir sind uns sicher, dass wir ihr dadurch viel weiteres Leid (durch Leistungsdruck und Prüfungs- und Versagensangst) erspart haben und somit ihren Lebensweg ein wenig leichter machen konnten und sie dadurch eher in der Lage sein wird frei zu denken und eigene Meinungen zu bilden und dafür auch einzustehen.

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der große Umpf

Wir haben die Tage festgestellt, dass Bee Jay jetzt seit fast genau einem Jahr bei uns ist. Er ist so gut in der Familie angekommen, dass es uns schon viel länger vorkommt. Wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne ihn war. 😉

Inzwischen haben die Katzen ihn auch längst akzeptiert und fauchen ihn nur noch an, wenn er wirklich zu aufdringlich wird. Er weiß auch jetzt ganz genau, dass er die Enten und Hühner nicht jagen darf, aber wenn keiner guckt, würde er es sicher trotzdem tun, deshalb bleibt der Zaun, den wir damals gebaut haben stehen. An der Leine gehen klappt auch viel besser als zu Anfang. Natürlich zieht er noch immer mal wieder, aber wenn man konsequent bleibt und es ihm nicht durchgehen lässt, kann man ganz entspannt mit ihm durchs Dorf gehen. Der Rückruf beim Freilauf klappt auch prima, sofern wir den Zeitpunkt nicht verpassen an dem es zu spät ist. Er ist halt durch und durch ein Jäger und liebt besonders die Krähen auf den Feldern. Wenn er erst mal losgerannt ist, lässt er sich dann nicht mehr zurückrufen, kommt aber freudestrahlend zurück, wenn er alle Vögel erfolgreich aufgescheucht hat. Sagt man ihm aber rechtzeitig, also bevor er los rennt, „Nein!“, bleibt er bei uns. Zwar mit deutlichem Ach-Manno-Gesichtsausdruck, aber immerhin. 🙂

Wie alle Hunde liebt Bee Jay feste Abläufe. Dazu gehören die festen Fütterungszeiten und natürlich der regelmäßige Gang mit Herrchen und Frauchen um die Häuser morgens bzw. abends. Sobald Frithjof dann seine Mütze aufsetzt, macht Bee Jay so witzige umpf-Geräusche, weshalb er von uns den Spitznamen „der große Umpf“ bekommen hat. Wahlweise auch „Sesamstraßenmonster“, wegen seiner gigantischen Fellmassen. Als er zu uns kam, war er ja gerade geschoren und seit dem kämpfen wir den nie endenden Kampf gegen die Unmengen an Unterwolle, die er produziert. Da er viel draußen ist, konnten wir über das Jahr nicht verhindern, dass die ein oder andere Stelle an den Innenseiten der Beine z.B. oder am Bauch doch so weit verfilzte, dass mit der Bürste kein Durchkommen mehr war. Der Entfilzungskamm, den ich gekauft habe ist auch nur stellenweise gut zu gebrauchen, so dass wir manche Knüddel einfach raus schneiden mussten. Bee Jay lässt das Bürsten/Kämmen zwar mit einer stoischen Geduld über sich ergehen, vor allem wahrscheinlich, weil er weiß, dass vielleicht ein oder zwei Leckerli nach getaner Arbeit drin sind 😉 , aber so die richtige Lösung haben wir in dem Fall noch nicht.

Doch in allem anderen macht es wirklich großen Spaß mit ihm zusammen zu leben.

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12 von 12 im April

Heute sind unsere 12 von 12 Geburtstags-12, denn unsere Jüngste „nullt“ heute das erste Mal. Meine Güte, 10 Jahre! Wo sind die nur geblieben?Als Geburtstagskuchen gab es die gewünschte (gekaufte) Schokotorte.Und dann endlich die Geschenke: KREISCH !!!! Hermines Zauberstab !!!!! 🙂Dazu passend, eine Schreibfeder mit Tinte. Für das vollkommene „Harry Potter Feeling“.Außerdem die ab heute wahrscheinlich wieder mal im Dauerrepeat laufende aktuelle „Dein Song“ CD. … und und und ….Nachdem dann endlich alles ausgepackt und begutachtet wurde, das traditionelle Geburtstagsfrühstück 😉Nach dem Frühstück musste ein weiteres Geschenk ausprobiert werden, endlich neue Inliner. Nachdem die alten zu klein wurden und wir auf keinem Flohmarkt welche in der passenden Größe gefunden haben, kam der Geburtstag gerade recht. Wie gut, dass man genug Omas und Opas hat, auf die man solche Wünsche verteilen kann. 😉 Schade, dass heute Regenwetter ist.Aber so kann das Kind wenigstens die ganzen Geburtstagsanrufe entgegennehmen. Das Tor sollte dieses Jahr mit Luftballons markiert werden. Machen andere ja auch so. Ja, ja,……Und dann das lange Warten auf die Gäste…. Ja, ihr seht richtig. Es sind nur 2 Kinder eingeladen. Unsere Kinder haben mit den Jahren durch eigene Erfahrung verstanden, dass es viel schöner ist, mit den besten Freunden im kleinen Kreis zu feiern, weil das meist viel harmonischer abläuft, als in großer Runde mit vielen Kindern, die eigentlich gar nicht zueinander passen.

So war es auch dieses Jahr sehr friedlich und nett, als wir mit dem kleinen Grüppchen in der Therme schwimmen waren.Zum Abschluss gab es Kartoffelsalat, von dem kaum noch etwas übrig ist (er war also lecker!) ….… und Würstchen, von denen noch ziemlich viele übrig sind. Vielleicht haben wir zu viel gekauft?!

Alle sind nun müde, satt und zufrieden, einschließlich uns Eltern. Wieder ist ein Geburtstag zu ende und ein neues Jahr beginnt. Und nächsten Monat wird unser Großer 17! Meine Güte, wo ist die Zeit geblieben? Ich wiederhole mich? Ja, aber ich kann es wirklich nicht fassen! So alt sind die Kleinen nun schon! 🙂

Mehr 12 von 12 gibt es wieder bei Caro.

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5 Jahre Wendland

Wir leben jetzt seit genau 5 Jahren in unserem Haus im Wendland. Und bis jetzt haben wir es noch keinen Tag bereut, hier her gezogen zu sein!So haben wir das Haus zum ersten mal gesehen. Leider finde ich die original Datei von den Fotos nicht mehr, darum habe ich sie aus unserem Fotoalbum abfotografiert. Von der Straße aus gesehen, sah das Haus eher wie eine Scheune aus, und so mancher hat sich gewundert, dass dort jemand wohnt 😉Seit dem hat sich schon viel getan und es wird noch weiter gehen, denn wir haben tatsächlich immer noch vor hier zu bleiben. Damit bin ich also dabei, meinen persönlichen Rekord zu brechen. 5 Jahre war bis jetzt die längste Zeit, die ich in meinem Erwachsenenleben in einer Wohnung /einem Haus gewohnt habe. 🙂Aber vorher war ich auch noch nie so verliebt in ein Haus. 🙂

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Sch… Schule!

Heute gab es Zeugnisse. Für unsere Tochter das erste Zeugnis mit Noten, in den ersten beiden Klassen gibt es ja „nur“ Beurteilungen. Es ist ein gutes Zeugnis, aber sie musste auch viel dafür tun. Unzählige Tränen sind geflossen bei diversen Hausaufgaben und Übungsstunden, gerade in Mathe. Ist es das wert? Sie fragte mich heute, ob ich stolz auf sie wäre. Natürlich bin ich stolz auf sie, aber doch nicht wegen der Noten, die über sie selbst doch eigentlich gar nichts aussagen, sondern darauf, dass sie es bisher geschafft hat, sich trotz des enormen Drucks, der auf ihr lastet, ihr freundliches Wesen beizubehalten. Das fällt ihr allerdings immer schwerer. Sie fängt an, sich anzupassen, weil sie so gerne dazu gehören will und darum haben wir begonnen, uns nun ernsthaft Gedanken über eine Alternative zur Regelschule zu machen. Denn es tut weh, zusehen zu müssen, wie unser Kind in eine Form gepresst wird, in die sie überhaupt nicht rein passt. Weil wir nicht erleben wollen, dass sie doch noch daran zerbricht, haben wir beschlossen, sie aus diesem Schulsystem zu befreien. Wir wollen es erst vielleicht mal mit der freien Waldorfschule (also einem anderen System) probieren. Ob das so die Lösung ist, wissen wir noch nicht, aber für unsere Tochter war es ein Zeichen der Erleuchtung, als wir mit ihr darüber gesprochen haben. Hey, ich bin meinen Eltern so wichtig, dass sie gemerkt haben, dass es mir hier nicht gut geht und sie versuchen mir zu helfen. Bei dem Gespräch sind auf beiden Seiten so einige Tränen geflossen und man konnte den Felsen förmlich hören und spüren, der ihr vom Herzen gepoltert ist. Für sie war es so selbstverständlich, dass sie da ganz einfach durch muss und es keine andere Möglichkeit gibt, dass sie sich einfach in ihr Schicksal gefügt hatte. Jetzt ist sie wahnsinnig erleichtert, dass sie gleich wieder ein Stück gewachsen ist.

Ihre Klassenlehrerin, eigentlich eine sehr nette und kompetente Frau, meinte heute zu den Kindern, wer ein gutes Zeugnis mit nach Hause bringt, könnte dafür bestimmt ein Buch bekommen (gleichzeitig gab es den neuen Gänsefüßchen-Katalog). Sie hat das sicher einfach nur so gesagt, ohne darüber nachzudenken, dass sie damit ziemlich genau unser System beschrieben hat und wie es funktioniert. Wer messbare Leistung bringt, kann mit Belohnung / materiellem Gewinn rechnen. Doch die Leistungen, die nicht offiziell bewertet werden, fallen dabei unter den Tisch. Die AGs, die die Kinder im Nachmittagsangebot belegt haben und die ja noch am ehesten die wahren Interessen und Stärken der Kinder widerspiegeln, werden noch nicht mal erwähnt, obwohl es sogar ein Feld dafür im Zeugnisformular gibt.

Ob die Waldorfschule nun besser ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es erst mal einen Versuch wert, denke ich, da sie vom Konzept auch eher den Interessen und Veranlagungen unserer Tochter entspricht.

Wobei ich persönlich ja am liebsten ganz auf Schule verzichten würde. Das geht in Deutschland nur leider nicht, ohne in die Ilegalität zu gehen und den Kampf mit den Behörden scheuen wir ganz einfach zu sehr. Auswandern ist auch keine Option für uns, also müssen wir erst mal die hier vorhanden Möglichkeiten probieren. Doch dass Freilerner die glücklichsten und heilsten Menschen sind, davon bin ich inzwischen sehr überzeugt. Ich bin mehr oder weniger durch Zufall (oder Fügung) im Internet auf eine Freilerner Familie gestoßen, die mich sehr beeindruckt hat, weshalb ich mich in den letzten Wochen ziemlich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe.

Es gibt zahlreiche Beispiele, dass Freilernen funktioniert (z.B. hier beschrieben). Auch bereits erwachsene Menschen, die ihren Weg machen, die nicht unter einer Brücke schlafen, die zum großen Teil wahrscheinlich sogar mehr gelernt haben, als so manches Schulkind und das ganz freiwillig und aus reinem natürlichem Interesse (z.B. André Stern). Deutschland ist auch so ziemlich das einzige Land, in dem man quasi zum Verbrecher gestempelt wird, wenn man seine Kinder zu Hause lernen lassen möchte.

Und obwohl man ja offiziell auch gar nicht die Wahl hat, bekommt man dennoch regelrecht ein schlechtes Gewissen, dass man seinen Kindern zumutet sich durch die Schule zu quälen. Bei manchen ist diese Qual nicht so deutlich spürbar, wie bei anderen. Unsere beiden großen Jungs rutschen da ja auch so durch, ohne große Probleme. Aber für andere, wie für unsere Tochter z.B., funktioniert es so jedenfalls nicht.

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Winterkatze

… ist Lui wirklich nicht. Sobald es etwas kälter ist, geht er nur noch für’s nötigste raus und verkriecht sich den Rest der Zeit drinnen. Im wahrsten Sinne des Wortes 😉lui

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Ich habe den tollsten Mann der Welt!

Frithjof hat gestern nach der Arbeit noch den großen Wochenendeinkauf erledigt, weil ich ja im Moment krank bin und hat mir aus dem Biomarkt eine große Wolke Spinnfasern mitgebracht, weil er einfach nicht dran vorbei gehen konnte, wo es doch genau meine Farben sind! spinnfasernUm nichts in der Welt würde ich diesen Kerl wieder her geben und ich bin allen Göttern immer noch dankbar für den Tag, an dem wir uns getroffen haben! Ausgerechnet jetzt ist aber meine Erkältung auch bei ihm angekommen und er hat furchtbar schlecht geschlafen, um dann heute morgen doch zur Arbeit zu fahren. Dafür gibt es erst mal einen Käsekuchen (der ist immer gut!) und ein Lied zum laut hören: Klick!

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